Donnerstag, den 12.4.12

Wir hatten uns in Vorbereitung auf die Safari darauf geeinigt, dass wir dem Stress der morgendlichen Kofferabgabe am Abflugtag dadurch entgehenwollten, dass wir den Vorabend-Check-in nutzen. So hatten wir uns für den Donnerstag zu 20 Uhr vor dem Air Berlin-Schalter verabredet. Die Ersten waren gegen 19:45 Uhr im Abflugschalterbereich. Die Annahmeschalter waren komplett leer, nur die beiden Angestellten von Air Berlin langweilten sich vor ihren Computern.

 

Etwa 10 Minuten später wurde einer der beiden Angestellten jedoch sehr unruhig, kam auf uns zu und teilte uns mit, dass, wenn wir heute noch Koffer abgeben wöllten, wir das nur noch in den nächsten 5 Minuten könnten, da dann der VorabendCheck-In geschlossen wäre.

Keine Frage, dass die Ankündigung des Schließens, wenn auch keine Panik, so doch mehr als fragende Gesichter zurückließ.

Da uns der Angestellte jedoch erklärte, dass wir auch Einzeln einchecken könnten, wenn er einen Namen aus der Gruppe bekäme, beschlossen wir, uns am Check-In anzustellen. Der Erste von den bereits länger Wartenden war noch nicht ganz abgefertigt, da kam glücklicherweise der große Rest der Truppe um die Ecke. Bei denen war das „Hallo“ natürlich auch sehr groß, als sie von unserem Problem erfuhren. Umso unverständlicher, da René noch am gleichen Tag mit Air Berlin telefoniert hatte und explizit darauf hingewiesen hatte, dass wir uns um 20 Uhr zum Vorabend-Check-in am Flughafen Dresden einfinden wollten und ob das so gehe, was die Dame an der Hotline bejahte.

Insgesamt hatten wir riesen Glück, nicht nur die Angestellten von Air Berlin sondern auch die Leute vom Zoll und in der Gepäckabfertigung fertigten uns noch ab und machten ihrerseits Überstunden. Dafür noch einmal ein dicker Dank!

Insgesamt gab es dabei keine Probleme außer, dass man Haymos Tauchermesser mit Zange für ein Butterflymesser hielt, was aber durch ein kurzes Öffnen der Tasche und Vorzeigen des Messers schnell gelöst werden konnte.

Nachdem alle ihr Gepäck abgegeben hatten, verabschiedeten wir uns noch schnell voneinander, um vor dem morgigen Tag wenigstens noch eine Mütze voll Schlaf zu nehmen.

 

 

Freitag, den 13.4.12, Anreisetag

Am Freitagfrüh waren alle pünktlich gegen 5 Uhr da, bei der Sicherheitskontrolle gab es kaum Probleme. Bis auf die üblichen Schwierigkeiten, wenn Taucher reisen und so einige Technik im Handgepäck verstauen. Diesmal traf es (wieder) Hans und zusätzlich René. Aber nachdem die Sprengstoffdetektiertücher von den Zöllnern benutzt und die untersuchte Technik als unbedenklich eingestuft wurden, hatten wir noch ausreichend Zeit bis zum Abflug. Von Dresden ging es pünktlich los nach Nürnberg. Da der Flug nur kurz ist, waren wir kaum richtig oben, da ging es schon wieder in den Landeanflug. Bei dieser Landung und den folgenden sollten wir merken, dass inzwischen ein Satz Flugzeugreifen scheinbar günstiger ist, als Kerosin für den Umkehrschub. Es war merklich so, dass das Verringern der Geschwindigkeit fast bei allen Landungen ausschließlich durch Bremsen erfolgte, was die Reifen unter dem Flügel hervor z. T. ordentlich rauchen ließ. Bei der Landung in Nürnberg war es sogar so, dass das Flugzeug bis zum Abbiegepunkt nicht ausreichend abgebremst werden konnte, so dass wir mit deutlich hörbar quietschendem Bugrad in die Kurve zum Parkplatz gingen.

In Nürnberg hatten wir dann eineinhalb Stunden Aufenthalt. Diese vertrieben wir uns höchst unterschiedlich. Während die Einen sich den undefinierbaren Geschmack des Fruchtsafts aus dem Flieger mit anderen Getränken runter spülten, stärkten sich andere noch einmal bei einem Frühstück und Dritte tätigten noch mal schnell einen Anruf von deutschem Boden, bevor das Telefonieren teurer werden würde.

Nach der Wartezeit ging es weiter nach Marsa Alam. Der Flug dauerte 4:20 Stunden und war relativ ereignislos. Das einzige Manko war, dass es von der Klimaanlage sehr kalt an den Füßen zog und die dargereichten Brötchen - vorsichtig ausgedrückt - etwas „komisch“ waren. Unterwegs gab es dann noch etwas Irritation ob bzw. welche Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Ägypten zu erwarten sei, wobei mehrere Fragen bei unterschiedlichen Flugbegleitern zu ebenso vielen Antworten führten. Nachdem ein Flugbegleiter zwei Stunden anbot und mir klar war, es geht um maximal eine Stunde oder eben keine, ließen wir es bewenden und wollten uns nach der Landung in der Ankunftshalle informieren. Es stellte sich nach der Landung schnell heraus, dass durch die Sommerzeit in Deutschland zu Ägypten keine Zeitverschiebung mehr vorhanden war.

Die Abfertigung am Flughafen ging relativ zügig vonstatten. Wie immer dauerte das Einkleben der Visa in die Pässe am längsten. Dadurch, dass uns auch einer der bekannten Urlaubsanbieter quasi hintenan bediente, waren wir auch ziemlich die Letzten, die den begehrten Aufkleber im Pass hatten. Aber man sollte sich immer vor Augen halten, Marsa Alam ist ein kleiner Flughafen und wir waren fast das einzige Flugzeug, mehr als 15 Minuten hat diese Episode auch nicht gedauert.

Auf jeden Fall war nach der Passkontrolle bereits unser Gepäck neben dem Gepäckband abgestellt, so dass es nach einem kurzen Zwischenstopp im Ankunfts-Duty-Free gleich in Richtung Kleinbus gehen konnte. Vor dem Flughafengebäude wurden wir durch Renate in Empfang genommen,einer netten Österreicherin, die uns in den kommenden Tagen auch als Tauchguide begleiten sollte. Neben ihr waren auch noch drei Jungs von der Schiffsbesatzung vor Ort, die sich nach der Ankunft gleich daran machten, unser Tauchgepäck auf das Dach des Kleinbusses zu verfrachten. Nachdem alles (nach Meinung des Fahrers) ausreichend festgezurrt war, ging es auf in Richtung Hafen von Marsa Alam, welchen wir nach reichlich 45 Minuten Fahrzeit erreichten.

Das Ankunftsprozedere hatte sich im Vergleich zu den vorherigen Malen geändert. Es wurden zunächst alle Leute in die Zodiaks verfrachtet und in Richtung Schiff gefahren und erst danach erfolgte das Abladen des Tauchgepäcks durch die Mannschaft und der Transport desselben zum Schiff. Dadurch kam es im Vergleich zu den vorherigen Malen nicht zu den aufdringlichen Zwischenfällen mit bettelnden Kindern, die sich auch durch ein mehr als angemessenes Trinkgeld nicht mehr abweisen ließen.

Da die Wellen bereits im eigentlich windgeschützten Naturhafen von Marsa Alam etwas höher waren, blieb es nicht aus, dass einige bei der Überfahrt zum Schiff nass wurden. Dort angekommen erfolgte zuerst die Aufteilung der Leute auf die Kabinen und anschließend wurden die Anrödelplätze verteilt. Nachdem das geschafft war, gab es noch ein leckeres, etwas verspätetes Mittagessen. Danach war Bootsbriefing durch Renate. Sie machte uns mit den Gegebenheiten auf dem Schiff vertraut und ging dabei besonders auf die Sicherheitsaspekte ein, was mir sehr gefiel. Sie stellte uns bei der Gelegenheit auch Methad vor, der uns als zweiter Guide auf der Tour begleiten würde. Methad ist ein sehr umsichtiger Ägypter, der leider neben seiner Muttersprache „nur“ Englisch konnte, was es für viele von uns schwierig machte, sich mit ihm zu verständigen. Insgesamt war dieser Umstand aber nicht wirklich ein Problem.

Nach den Einweisungen war offensichtlich die Hafenkontrolle durch, denn wir durften den Hafen verlassen. Außerhalb seines Schutzes waren die Wellen deutlich größer. Das führte zu Problemen bei einigen Mitreisenden.

Die Zwischenzeit bis zum Abendbrot verbrachten wir sehr unterschiedlich. Während ein paar mit der Seekrankheit zu kämpfen hatten, spielten andere Karten, lasen oder schliefen einfach. Gegen 20:30 Uhr gab es Abendessen, dabei drehte der Kapitän das Schiff günstig in die Wellen, damit war gewährleistet, dass das Schiff nicht so schaukelte. Das funktionierte sehr gut und das Essen war wieder lecker!

Nach dem Abendessen war allgemeines Tauchbriefing angesagt. Wir erfuhren, wann es morgen los geht und wohin wir fahren würden. Das erste Ziel sollte Zabargad Island sein. Trotz des Wellengangs war das Boot so schnell, dass beizeiten der Mobilfunkempfang nicht mehr möglich war und so der Zeitraum ohne moderne Kommunikationsmittel begann.

Wir waren alle mehr oder weniger geschafft und so gingen wir nach ein paar gemütlichen Stunden alle ins Bett. Während der Nacht beruhigte sich das Meer nach und nach, so dass das Schiff nachts nicht so schaukelte und es einigen half, einen halbwegs ruhigen Schlaf zu finden.

Gegen Morgen kamen wir dann in Zabargad Island an.

 

Samstag, den 14.4.12

Wir wurden kurz vor 7 Uhr geweckt. Da die meisten von uns bereits Safari-Erfahrung hatten, war für diese Leute klar, es wird die späteste Weckzeit für die kommenden Tage gewesen sein…

Nach der Morgentoilette und einem kleinem Snack war eine halbe Stunde später Briefing für den Check-Dive angesagt.

Das Briefing von Renate war umfassend und ausführlich und die aufgemalten Tauchplatzkarten stimmten sehr gut mit dem überein, was man dann Unterwasser vorfand. Da die Meisten bereits einige Erfahrung im Roten Meer hatten, war die Wahl der richtigen Bleimenge schnell abgeschlossen und es waren im Anschluss beizeiten die Buddy Teams im Wasser.

Nach dem ersten Selbstfindungsprozess, die Strömung ging doch in eine andere Richtung als gedacht, machten wir uns daran, das Riff zu umrunden.

Gleich zu Anfang des Tauchgangs bewegte sich ein großer Schatten auf uns zu, ein Hai und noch dazu ein großer, etwa 3 m lang. Ich war zu weit weg, um genau erkennen zu können, was es für einer war. Bei der Diskussion nach dem Tauchgang einigten wir uns darauf, dass es ein Seidenhai gewesen sein müsste, es gab jedoch auch die Fraktion, die nach dieser Einigung immer wieder „Tigerhai“ sagte. Neben diesem Highlight gab es noch schöne Tischkorallen, viel Tunfisch und Napoleone zu sehen.

Nach dem Tauchgang gab es erst einmal leckeres Frühstück. Die Bootscrew hatte es sogar geschafft das erste leckere Brot aus den Brotbackmischungen zu backen, von denen wir reichlich mitgebracht hatten. Zwar war der Koch, der das bei der letzten Safari gemacht hatte, gerade auf einem anderen Boot, er wurde aber kurzerhand angerufen und erklärte es seinem Kollegen am Telefon. Dafür gab es dann von uns ein ganz großes Lob! Denn das Brot war richtig lecker.

Nach dem Frühstück ging es los in Richtung Rocky Island, dem zweiten Tauchplatz an diesem Tag. Dort angekommen begrüßte uns gleich eine Gruppe von Spinnerdelfinen, die aus ca. 8 bis 10 Tieren bestand. Das verzögerte natürlich den Beginn des Briefings, was eigentlich gleich bei Ankunft am Tauchplatz geplant war. Da aber nach Sichtung der Delfine doch alle recht schnell ins Wasser wollten, fiel das Briefing etwas kürzer aber dennoch umfassend aus. Danach ging es ins Wasser. Von Süden ging es mit der Strömung Richtung Osten. Gleich zu Beginn sahen wir wieder die Delfine, die sich aber auf Abstand hielten. Wir sollten ihnen während des Tauchgangs noch einmal begegnen. Ein Buddy Team hatte das Glück, einen Weißspitzenhai zu sehen. Das war uns leider nicht vergönnt. Nach etwa 30 Minuten beschlossen Haymo und ich, dass wir keine Lust auf Zodiak fahren haben und lieber umdrehen. Auf dem Rückweg fanden wir noch eine Korallennische, in der sich eine große Moräne befand. Kurz darauf kam noch eine deutlich größere angeschwommen (ein wirklich Riesenvieh) und wollte genau in die Nische, in der die andere schon war. Als diese dann ihren größeren Konkurrenten sah, der sich bei ihr einnisten wollte, ergriff sie kurzerhand die Flucht und verschwand im Blauwasser. Weitere Moränen, Nacktschnecken, ein Kofferfisch und Napoleone rundeten den Tauchgang ab. Die Strömung ging eigentlich auf dem Rückweg, bis auf das letzte Stück vom Riff zum Boot. Hier mussten wir dann an der Riffkante auftauchen und uns an der Festmachleine des Bootes zurück an Bord ziehen.

Anschließend gab es ein leckeres Mittag und für mich war es danach Zeit, ein wenig zu schlafen.

Für den dritten Tauchgang blieben wir am Rocky Island. Im Gegensatz zum vorhergehenden Tauchgang fuhren wir jedoch mit dem Zodiak in den Westen des Riffs, ließen uns dort abwerfen und gingen dann mit der Strömung in Richtung Boot. Das Highlight dieses Tauchgangs war sicherlich ein ca. 1,5 m großer Tunfisch, der uns in entgegengesetzter Richtung auf der Blauwasserseite passierte. Als ich ihn sah, fiel mir auf die Schnelle kein Zeichen für Tunfisch ein, so dass ich meinen Buddys erst mal das Hai-Zeichen zeigte. So war mir ihre Aufmerksamkeit sicher. Sie schauten aber schon etwas traurig, als sie "nur" einen Tunfisch sahen, wenn auch einen so großen. Eine Moräne, einige Nacktschnecken und zwei Napoleone, ein großer und ein kleiner, rundeten den Tauchgang ab. Weiterhin sah ich bei diesem Tauchgang die erste Dornenkrone im Roten Meer. Diese fressen leider Korallen und bei einer Plage können sie zu einem echten Problem für die Riffe werden. Es war auch leider nicht die letzte Dornenkrone, die ich zu sehen bekommen würde. Beim Ausstieg zum Safariboot musste man wegen der Strömung wieder aufpassen, dass man die Sicherungsleine nicht verpasst und abgetrieben wird.

Im Anschluss an den Tauchgang gab es ein leckeres Kaffeetrinken mit überbackenem Toast, Obst, selbstgepresstem Saft und Eis. Das ließ sich niemand entgehen. Währenddessen fuhr das Schiff wieder zurück an das Zabargad Island, wo der Nachttauchgang stattfinden sollte.

Inzwischen war es dunkel geworden und des Briefing für den Nachttauchgang begann. Es war sehr ausführlich und es wurden neben Tauchplatz und Fischwelt relevanten Dingen auch alle für einen Nachttauchgang relevanten Sicherheitsaspekte von Renate angesprochen.

Beim Nachttauchgang bot sich uns ein farbenfrohes, lebendiges Riff mit Feuerfischen, Schnecken und einer Moräne. Während während des gesamten Tauchgangs keine Strömung vorhanden war, änderte sich rund 10 m vor der Aufstiegsleine die Situation schlagartig, es war dort eine sehr starke Strömung. Man musste ziemlich aufpassen, den Ausstieg nicht zu verpassen. Zwei Kollegen vom Schiff ging das, abgelenkt durch eine Schnecke, so. Man sah vom Boot aus aber ständig die Lampen, so dass das Zodiak kein Problem hatte, sie wieder einzusammeln.

Damit war der erste Tauchtag geschafft und nach einer Dusche und dem Abendessen ließen wir ihn ausklingen. Die Einen schauten einen Film und die Anderen klönten noch ein wenig vor dem Schlafengehen. Um Mitternacht machte das Schiff die Leinen los und es ging weitere 4,5 Stunden Richtung Süden.

 

Sonntag, den 15.4.12

Pünktlich zum Morgentauchgangsbriefing um 6 Uhr erreichten wir unseren Tauchplatz den Abu Fandera Habily. Damit hatten wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Bis zum Sudan waren es von hier aus nur noch 40 km. Beim Tauchplatz handelt es sich um einen größeren Erk, der vollständig unter Wasser liegt. Im oberen Bereich waren Millionen Kleinfische und es machte Spaß, diese Farbenpracht anzuschauen. Leider war auch viel Strömung, so dass man zwar an einer Seite des Erks "Rückenwind" hatte, auf der anderen Seite jedoch mächtig paddeln musste. So entschlossen wir uns nach 4 Umrundungen zum Schiff zurück zu kehren. Kurz darauf, die Letzten waren noch nicht auf dem Boot, da riss sich das Schiff aus der Befestigung und trieb ab.  Das Zodiak "rettete" dann die Armen aus ihrer misslichen Lage.

Danach gab es Frühstück und wir fuhren an den Platz, an dem der zweite und dritte Tauchgang stattfinden sollte, dem Abu Fadhera Fasma'a. Ein Platz an dem eine Schneise zwischen zwei Riffteilen vorhanden war mit vorgelagerten Erks und Klüftenim Riff.

Hier war noch heile Riffwelt. Anfangs waren außer uns nur noch ein paar Fischerboote mit am Riff, bei denen man staunte, dass sie sichso weit ab vom Land bewegten, da es doch eher Nussschalen waren. Neben den typischen vielen bunten Fischen gab es noch Büffelköpfe, Blaupunktrochen, Seenadeln, Sandaale und zwei hatten sogar das Glück, eine Schildkröte zu sehen.

Nachdem dritten Tauchgang gab es wieder leckeres Kaffeetrinken und wir fuhren noch ein Stück weiter an das Abu Fandhera Torfa zum Nachttauchgang.

Dort angekommen mussten wir feststellen, dass zwischen Schiff und Riff eine starke Strömung war. Dadurch musste man versuchen, so schnell wie möglich ans Riff heran zu tauchen. Anschließend tauchten wir in 10 bis 12 m Tiefe entgegen der Strömung am Riff entlang bis zum Umkehrpunkt und dann im Flachbereich zum Boot zurück. Neben einem Einsiedlerkrebs, einer großen 30 cm langen Nacktschnecke, die Pleurobranche heißt, und einem Strahlenfeuerfisch war unser Höhepunkt eine Spanische Tänzerin. Es gab aber auch Taucher, die hatten das Glück einen Schwarzpunktstechrochen mit einer Spannweite von 1,6 m zu sehen. Einziger Wehrmutstropfen des Tauchgangs, am Ende trafen sich fast alle gleichzeitig am Schiff und durch die Strömung und nur zwei Leitern war ein großes Gewühle amAusstieg, da einige befürchteten, abgetrieben zu werden und sich um die Leiter balgten.

Zum Tagesabschluss gab es noch ein leckeres Abendbrot und wiederum ein gemütliches Beisammensein. Alle gingen dann beizeiten ins Bett, da es am nächsten Tag früh rausgehen sollte. Über Nacht fuhren wir dann weiter Richtung Norden zum St. Johns.

 

Montag, den 16.4.12

Um 5:30 Uhr war wecken, wir wollten schließlich die Ersten im Wasser sein. Wir waren am Habily Ali und schon beim Betreten des Decks begrüßten uns die Delfine und rd. 8 andere Safariboote. Nach dem Briefing stiegen wir in die Zodiaks und fuhren zur westlichen Südspitze. Wir hatten es geschafft, die Ersten im Wasser zu sein.

Gleich nach dem Abwurf begrüßte uns unter Wasser ein großer Tunfisch. Der war deutlich größer als 2 m. Kaum war der verschwunden kam aus der Gegenrichtung ein Rudel Tunfische, von denen keiner kleiner war als 1 m. Dieser Schwarm wurde gekreuzt von einem Schwarm Barrakudas. Nachso viel Erlebtem ließen wir uns Richtung Süden treiben. An der Südspitze kam plötzlich aus dem Blauwasser ein großer Seiden-Weißspitzenhai auf uns zu. Der schwamm in weniger als 2 m Entfernung an uns vorbei, drehte um und verschwand wieder im Blauwasser. Auf der Ostseite des Riffs wurden dann noch mehrere Male Weißspitzenhochseehaie gesichtet. Diese waren jedoch weiter entfernt. Insgesamt hatten wir bei diesem Tauchgang 9 Mal Haikontakt. Das Ende des Tauchgangs war dahingehend interessant, dass die anderen Boote es tatsächlich schafften, das Wasser durch die Luftblasen zum Kochen zu bringen, so dass man zeitweise seinen Buddy, geschweige denn das Riff sah.

Nach dem Auftauchen brachte uns das Zodiak wieder zum Boot zum Frühstück. Als alle Taucher wieder an Bord waren, machte das Schiff los und der Kapitän fuhr den Tauchplatz an, an dem der Nachmittags- und Nachttauchgang stattfinden sollte, um vor den anderen Safaribooten da zu sein. Wir waren noch unterwegs, die Glocke zum Frühstück hatte gerade geläutet, da waren die Delfine wieder da. Sie begleiteten uns fast bis zum neuen Anlegeplatz, so dass man sie während des gesamten Frühstücks durch das Fenster beobachten konnte – herrlich!

Beim nächsten Tauchgang ging es mit dem Zodiak ca. 5 Minuten vom Anlegeplatz entfernt, zu einem Tauchplatz, der Habily Gafa hieß, dieser Unterwassererk war so klein, dass man ihn während des Tauchgangs 4 mal umrunden konnte. Neben vielen bunten Fischen und herrlichen Korallen, gab es auch hier große Tunfische, Moränen, Barrakudas und große Makrelen. Der Höhepunkt des Tauchgangs war allerdings wieder ein Grauer Riffhai, der an der Südostspitze auf Lauer lag.

Nach dem Mittagessen und der anschließenden Mittagsruhe blieben wir beim dritten Tauchgang am Liegeplatz, dem Umm Erug, welches auch St. Johns Wald genannt wird. Das liegt an den vielen kleinen Erks, die rund um das Riff zu finden sind.

Man hatte jetzt die Möglichkeit während des Tauchgangs die Erks und die Südseite des Riffs zu betauchen oder das Riff in ca. 60 Minuten zu umrunden. Da wir den Nachttauchgang auch hier machen würden entschieden wir uns für letzteres. Auch hier bot sich uns wieder die Vielfalt des Roten Meeres eine große Nacktschnecke, Moränen, Tunfisch, Feuerfische und Napoleone waren zu sehen. Auf der Nordseite kam es dann zur Begegnung mit zwei Grauen Riffhaien, von denen der größere zwei aus unserem Team geradezu verfolgte und ihnen immer wieder über den Weg schwamm.

Beim Auftauchen mussten wir leider feststellen, dass die glatte See sehr rau geworden war, so dass sich das Hochklettern der Leiter schwierig gestaltete. Die raue See war auch der Grund, warum einige gleich von vornherein auf den Nachttauchgang verzichteten.

Bis zum Beginn des Tauchgangs hatte sich die See ein klein wenig beruhigt. Die Wellen waren aber trotzdem noch ziemlich hoch. Aus diesem Grund wurde bei dem Tauchgang auch nur die Gruppe von Erks betaucht, die sich in unmittelbarer Nähe des Schiffes befanden. Das Riff zeigte sich in der Nacht in seinen schönsten Farben. Es gab eine kleine Sepia, Strahlenfeuerfische und eine Moräne zu sehen. Und es gab noch eine Begebenheit zum Schmunzeln. An einer Stelle schoss aus dem Dunklen ein Tunfisch auf Bau-Jens zu, der offenbar dessen Lampe für etwas zu fressen hielt. Als der Tunfisch aber erkannte, dass an dem Fressen noch ein Taucher dran hing, erschrak er sich dermaßen, dass er umdrehte und die Flucht ergriff. Jens hat sich aber genauso erschrocken, denke ich. Der Ausstieg nach dem Tauchgang klappte trotz der Wellen erfreulich problemlos.

Wir hatten uns unser Abendbrot also verdient. Nach dem Abendbrot waren einige so geschafft, dass sie gleich ins Bett gingen, die Anderen ließen den Abend noch etwas ausklingen. Gegen 4:30 Uhr in der Nacht machte dann das Schiff die Leinen los und wir fuhren ab, in Richtung nächster Tauchplatz.

 

Dienstag, den 17.4.12

Pünktlich zum Wecken um 5:30 Uhr hatte das Boot den Tauchplatz erreicht. Er hieß Gotaa Sogaira. Es handelt sich um ein größeresunter Wasser liegendes Riff mit allseitigem Drop-Off. Außer uns waren, wie für die Riffe des St. Johns Gebietes typisch, noch drei andere Boote am Tauchplatz. Da wir aber bei Zeiten aufgestanden waren, waren wir die Ersten im Wasser. Für den ersten Tauchgang entschieden wir uns, von Süden aus das Riff entgegen dem Uhrzeigersinn zu umrunden. Neben Tunfisch, Barrakudas, Moränen, Makrelen,Hornhecht und Napoleonen hatten wir das Glück, 5 Mal auf Graue Riffhaie und auf einen Weißspitzenhai zu treffen. Der Weißspitzenhai kam in gleicher Höhe wie wir aus dem Blauwasser und bog knapp vor uns ab, um aufs Riffdach zu verschwinden– sehr eindrucksvolle Begegnung und ein erlebnisreicher Tauchgang!

Anschließend war Frühstück und wir entschieden uns demokratisch, für einen weiteren Tauchgang an diesem Tauchplatz zu bleiben, statt weiter zu fahren und in dritter Reihe an einem anderen anzulegen. Der zweite Tauchgang gab uns für diese Entscheidung Recht, denn wir trafen bei der weiteren Umrundung, diesmal im Uhrzeigersinn, alle bekannten Fische vom vorherigen Tauchgang wieder, bis auf den Weißspitzenriffhai. Lediglich die starke Strömung auf dem letzten Stück zum Schiff trübte die Stimmung bei manchen.

Danach hieß es Leinen los und Abfahrt Richtung Tauchplatz, an dem wir den Nachmittags- und Nachttauchgang machen würden. Unterwegs gab es Mittag (leckere Pizza) und zur Unterhaltung ein Rudel Delfine. Und um das Ganze abzurunden wurde bereits am neuen Liegeplatz während der Mittagspause eine Schildkröte gesichtet.

Der Tauchplatz für den dritten und vierten Tauchgang hieß Dangerous Reef. Der Grund für diesen Namen, so versicherte uns Renate, läge daran, dass die vielen um das Riff verteilten Erks eine Gefährdung für die Schifffahrt darstellen und früher hier etliche Boote auf Grund gelaufen seien. Das Riff selbst ist mit einem weitläufigen Höhlensystem durchzogen, bei dem man aber alle paar Meter große Öffnungen durch das Riffdach hat, so dass man im Notfall immer herauskommt. So kam es nach dem Briefing, dass sich die Taucher in drei Gruppen aufteilten. Die, die die Erks, die, die die Höhle und die, die beides wollten. Haymo und ich entschieden uns für die letzte Gruppe. Nach dem Abtauchen gab es einen Wehrmutstropfen, denn wir fanden auf dem Grund eine Fischfalle für Zierfische. Nach dem Tauchgang versprach unser Kapitän, mit den anderen Booten zu klären, wer die dort aufgestellt hat. Aber nun zum Tauchgang. Im Erkbereich gab es viele Moränen, Blaupunktrochen und viele Napoleone jeglicher Größe. Danach sind wir ins Höhlensystem und es war grandios. Das Spiel des Lichts mit den Farben, die vielen Fische im Labyrinth, kurzum, erlebnisreich. Kein Wunder, dass wir die Tauchgangsdauer maximal ausdehnten.

Während der Pause bis zum Nachttauchgang besuchten uns dann noch einmal Delfine.

Der Nachttauchgang am Dangerous Reef bescherte uns neben einem farbenfrohen Riff vor allem viele Moränen, in jeder Größe. Eine ganz besonders große wurde von unseren Lampen so irritiert, dass sie versuchte sich in jeder Spalte zu verkriechen, die sich ihr bot, völlig unabhängig davon, wie groß die Spalte war und ob überhaupt ihr Kopf geschweige denn ihr 2,5 m langer Körper da rein passte. Es war so ein trauriges Bild, wie sie versuchte, sich in den kleinsten Ritzen zu verstecken, dass wir sehr schnell Mitleid bekamen und das Licht ausmachten, so dass sie wieder zur Ruhe finden konnte. Neben den vielen Moränen gab es noch Spanische Tänzerinnen, eine Dornenkrone – richtig schön geöffnet – und etliche andere Nacktschnecken zu sehen. Auf dem Hin- und Rückweg zum Boot konnte man zudem einen Schwarm Doktorfische beobachten, der gefühlt aus 1000 Tieren bestand.

Nach diesem erlebnisreichen Nachttauchgang, stand wieder Abendessen auf dem Programm. Es hatte sich eingebürgert, dass Renate nach dem Abendbrot neben dem Grobablauf für die Nacht und den kommenden Tag die Leute bekanntgab, die ein Doppelnull-Tauchgangsjubiläum hatten, also 100., 200.,..., 600. Tauchgang. Dadurch wurde derjenige natürlich heftigst bejubelt und hatte gleichzeitig die Möglichkeit, auf dieses Ereignis allen ein Bier auszugeben. Und so kam es bei der Menge der Leute, dass an etlichen Abenden ein solches Ereignis anstand.

 

Mittwoch, den 18.4.12

Wie den Tag zuvor verließ das Schiff gegen 5 Uhr den Liegeplatz, um sich an den nächsten Tauchplatz zu begeben. Wir wurden um 5:30 Uhr geweckt und um 6 Uhr war Briefing. Ich stand vor dem Briefing noch mit Methad zusammen und fragte ihn, was für ein Tauchplatz der nächste sei und er sagte "there, we are looking for the big stuff" (frei übersetzt: hier gibt es die großen Sachen). Natürlich war ich erst einmal skeptisch... Inzwischen waren wir am Tauchplatz, dem Gotaa Kabira, angekommen. Die Besonderheit bestand darin, dass das Boot nicht festmachte, sondern wir mit dem Zodiak an den Abwurfpunkt gebracht wurden, dann von Osten über den Norden in den Westen des Riffs tauchten und dort vom Zodiak wieder eingesammelt und zurück zum Schiff gebracht wurden.

Zu Beginn des Tauchgangs schien dieser nicht so viel zu bringen. Es gab keine außergewöhnlichen Fische und das Riff war nicht so bunt. Daher hielten wir uns in Richtung Blauwasser. Plötzlich kam von dort ein Hammerhai entgegen unserer Schwimmrichtung, weiter weg, aber gut zu erkennen. Der Puls war nach dieser Begegnung kaum zur Ruhe gekommen, da zeigte Methad das Manta-Rochen Zeichen und dann kam er auch schon. Groß und majestätisch schwebte er dahin und ließ sich sehr viel Zeit wieder im Blauwasser zu verschwinden. Gar nicht lange darauf kam der Riffkante entlang der Hammerhai wieder, diesmal in unserer Richtung, scheinbar kreiste er am Riff. Danach hatte man erst einmal Zeit zu verschnaufen, bis zu dem Moment, als wir kurz bevor wir aufsteigen wollten, unter der Wasseroberfläche einen weiteren, kleineren Manta sahen, der sich ebenfalls ausgiebig betrachten ließ. Andere aus unserer Gruppe sahen noch Graue Riff- und Weißspitzenhaie.

Es war klar, dass wir nach dem Tauchgang genug Gesprächsstoff hatten und so beim Frühstück, welches wir unterwegs zum nächsten Tauchplatz einnahmen, fast das Rudel Delfine unterging, die neben uns herschwammen.

Die nächsten drei Tauchgänge verbrachten wir am Cave Reef oder auch Umm Chararim. Der Platz machte seinem englischen Namen alle Ehre. Das Riff war durchzogen von unzähligen Gängen und Unterwasserdomen. Diese wurden von Osten in Richtung Nordwesten immer schwerer zu betauchen. Während am Anfang die Gänge noch gut 5-10 m im Durchmesser hatten, waren sie im hinteren Teil gerade so groß, dass ein Taucher hindurch passte. Dabei hatte man für den Notfall alle paar Meter die Möglichkeit, nach oben durchs Riffdach an die Wasseroberfläche zu gelangen. Durch diese Öffnungen war gleichzeitig für eine wunderbare Beleuchtung in den Gängen gesorgt. Wir hatten bei den beiden Tauchgängen im Höhlensystem kein Problem mit Langeweile. Es galt immer neue Wege zu erkunden und das dort herrschende Lichtspiel zu bewundern. So verging die Zeit wie im Fluge. Für zwei von uns sogar so schnell, dass sie die vorgegebene maximale Tauchzeit von einer Stunde deutlich überschritten, da gab es natürlich Schimpfe. Neben den Höhlen gab es noch Blaupunktrochen, Napoleone, Fledermausfische sowie eine Grundel mit einem Knallkrebs zu sehen.

Beim dritten Tauchgang am Platz, dem Nachttauchgang, gingen wir natürlich nicht in die Höhlen, sondern blieben außen am Riff, wo wir viele freischwimmende Moränen und eine Nacktschnecke namens Große Pleurobranche sahen.

Nach dem Abendbrot sahen wir uns zusammen mit Teilen der Mannschaft das Safari-Video von 2010 an und hatten später am Abend noch die Möglichkeit, mit dem Kapitän über die aktuelle Situation in Ägypten zu sprechen, was überaus interessant war. So kamen einige von uns viel zu spät ins Bett.

Gegen 22 Uhr kam dann plötzlich ein starker Wind auf und es fing an zu regnen, also zumindest was man in Ägypten unter Regen versteht. Das war mein erster Regen in diesem Land, den ich miterlebte.

 

Donnerstag, den 19.4.12

Es war wieder 5:30 Uhr, als der "Wecker" an die Tür klopfte. Das Schiff hatte am frühen Morgen wieder umgesetzt zum letzten Tauchplatz in St. Johns, dem Sataya oder auch Dolfin Reef.

Was sich am Abend vorher schon ankündigte, hatte sich leider bestätigt, wir hatten einen Wetterumschwung. Es wehte starker Wind, es war diesig und die Sonne ließ sich nicht blicken. Zudem waren die Wellen mächtig gewachsen, was für die Überfahrt zum nächsten Tauchplatz nichts Gutes erahnen ließ. Aber zunächst sollten zwei Tauchgänge hier stattfinden.

Der Wind hatte sich auch auf die Sicht ausgewirkt, die deutlich schlechter war, als die Tage davor. Da wir die Tage zuvor mehr als verwöhnt wurden mit dem, was es zusehen gab, war es klar, dass es nicht immer eine Steigerung geben würde und es mal zu Tauchgängen kommen würde, die im Vergleich zu den bisherigen ereignislos sein würden. Und diese Tauchgänge waren jetzt dran. Wobei man im Großen und Ganzen trotzdem nicht meckern konnte, schließlich sahen wir auf den beiden Tauchgängen Drachenköpfe, Tunfisch, große Napoleone, Feuerfische, einen großen Zackenbarsch und einen jagenden Steinfisch.

Wirklich unangenehm war der kalte Wind beim Umziehen nach den Tauchgängen, man musste schauen, dass man ein windgeschütztes Plätzchen erwischte, aber spätestens beim Aufhängen des Anzugs traf einen der kalte Wind und man fror sofort.

Nach den beiden Tauchgängen setzten wir um zu einem Platz, der näher an Land lag, denn der Plan war, nach dem Tauchgang in Hamata neues Essen abzuholen. Die Fahrt zu diesem Tauchplatz dauerte 1,5 Stunden und der Sturm ließ das Schiff mächtig schaukeln. Die Wellen waren so groß, dass man, wenn man am Anrödelplatz am Heck stand, zeitweise kein Meer mehr sah, sondern nur noch Himmel. In diesen Momenten drehten sich die Schiffsschrauben in der Luft und der Bug tauchte tief ein.

Am Liegeplatz war es dann geschützt, jedoch war der Wind weiterhin unangenehm. Da der Fahrer, der das Essen nach Hamata bringen sollte, nicht rechtzeitig losgefahren war, wurde die Fahrt an Land auf den nächsten Tag verschoben und wir führten erst einmal die nächsten beiden Tauchgänge durch. Der Tauchplatz hieß Big Abu Galawa und präsentierte sich bei einer der vorhergehenden Safaris von seiner schönsten Seite. Das sollte dieses Mal anders werden, aber der Reihe nach. Der erste Tauchgang fand im Süd-Westen des Riffs statt. Dort war die Tin Sjin 1945 gesunken. Die Tin Sjin war ein kleiner ca. 30 m langer Frachter, der in Shanghai 1934 gebaut wurde und später von den Engländern zur Versorgung der Leuchttürme eingesetzt wurde. Der Plan war, mit dem Zodiak rauszufahren, sich über dem Wrack abwerfen zu lassen und nach dessen Besichtigung zurück zum Hauptriff zu tauchen und am Boot aufzutauchen.

Schon nach dem Abwurf stellten wir miserable Sichtverhältnisse mit Sichtweiten teilweise unter 10 m fest. Das Wrack zu finden war noch relativ einfach. Ich war erstaunt in welchem relativ guten Zustand es sich für die lange Zeit, die es schon da lag, befand. Am besten erhalten war das Klo, was noch deutlich als solches zu erkennen war. Nach der Besichtigung des Wracks und des dem Wrack gegenüberliegenden Erks machten wir uns quer über das Sandplateau auf in Richtung Hauptriff. Wegen der schlechten Sicht leistete der Kompass gute Dienste und ich fühlte mich so ein bisschen wie im Navigationskurs. Ich war trotzdem froh, als aus dem Nebel plötzlich Bau-Jens und René auftauchten und auch in die gleiche Richtung wie wir schwammen. Da wusste ich, entweder sind wir alle komplett falsch oder wir sind richtig. Es wurde dann ziemlich schnell klar, dass letzteres der Fall war und so erreichten wir das Boot ohne Probleme. Renate hatte weniger Glück, sie hatte sich vertaucht und besuchte das Wrack zweimal und ließ sich danach vom Zodiak abholen. Ganz klar, dass an Bord das Hallo groß war und gleich neben Sprüchen über Tauchguides, Sprüche über Frauen und Orientierung kursierten. Am Ende nahmen es aber alle mit Humor, denn die Verhältnisse unter Wasser waren alles andere als einfach.

Gegen Abend ließen der Wind und die Wellen etwas nach und so entschieden wir uns trotz der erwarteten schlechten Sicht für den Nachttauchgang.

Wegen der Sicht blieben wir nahe am Schiff und betauchten nur einen kleinen Teil des Riffs.

Widererwarten lohnte sich aber der Tauchgang trotzdem. Haymo sah eine Languste, die sich aber sofort wieder im Lampenlicht zurückzog. Dadurch konnte er sie mir nicht zeigen geschweige denn sie filmen. Was ich auch gesehen habe, waren vier Große Pleurobranchen (diese Nacktschnecken), einenSeestern, der über den Sandboden spazierte, einen Steinfisch, eine kleine Sepia und etliche Hornhechte.

Nach dem wohlverdienten Abendbrot sahen wir uns noch Haymos Film über das Vereinstauchen in Hurghada 2009 an und ließen den Abend ruhig ausklingen.

 

Freitag, den 20.4.12

Da der Kapitän erst den Wetterbericht abwarten wollte, kam an diesem Tag niemand um 5:30 Uhr wecken. Es gab aber genug Gewohnheitsmenschen, die trotzdem wach wurden und befürchteten, den Weckruf verpasst zu haben. Durch die damit verbundene Unruhe kam es, dass trotzdem alle um 6 Uhr auf dem Oberdeck saßen.

Kurz nach 6 Uhr fuhr der Kapitän los zum nächsten Tauchplatz, dem Small Abu Galawa. Das Riff dort besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Dem südlichen Hauptriff und einem nördlichen sehr großen Erk, der als Besonderheit nur aus dem Riffrand besteht. Man hat also einen innenliegenden Swimmingpool mit rd. 8 m Tiefe. Weiterhin ist an diesem nördlichen Erk 1982 eine amerikanische Segeljacht gesunken. Diese hat eine Länge von 16 m und liegt auf der Westseite in ca. 15 m Tiefe. Wir führten an diesem Tauchplatz zwei Tauchgänge durch. Beim ersten haben wir das Wrack besucht und beim zweiten waren wir im Swimmingpool. Durch den immer noch starken Wind war zwischen den beiden Riffteilen eine starke Strömung. Weiterhin war die Sicht mäßig, bis auf den Swimmingpool, hier war überraschend gute Sicht. Neben dem Wrack und dem Swimmingpool gab es noch eine Menge zu sehen. Wir beobachteten kämpfende Blaupunktrochen, schöne Nasendoktorfische und hatten das Glück, beim zweiten Tauchgang eine Schildkröte aus der Nähe beim Schwimmen zu beobachten.

Nachdem es am Tag zuvor nicht geklappt hat mit dem Essen holen, war der Fahrer diesmal wirklich losgefahren und so machten wir uns auf den Weg nach Hamata, um Proviant zu fassen. Hamata ist ein ganz kleiner Ort im Süden, der im Wesentlichen aus einem kleinen Hafen, etwas Militär, einem Funkmast und einem Fischerdorf besteht. So muss Hurghada vor ca. 30 Jahren ausgesehen haben. Mal schauen, wie sich der Ort weiterentwickelt. Immerhin liegt er am dichtesten an den St. Johns Riffen und ist so idealer Ausgangspunkt für Tauchfahrten dorthin. Es gibt auch schon einige, die das dafür nutzen. Nachdem wir wieder genug Essen an Bord hatten, ging es 3,5 Stunden weiter in Richtung Norden zum Shalaniyat. Da sich das Wetter nicht verändert hatte, war die Fahrt eine mächtige Schaukelei. Am Shalaniyat fand der Nachmittags- und Nachttauchgang statt. Wobei der Nachmittagstauchgang so spät war, dass er schon in die Dämmerung hinein ging. Die Sicht Unterwasser hatte allgemein unter dem Wind gelitten, so dass die Orientierung nicht immer einfach war. Bei diesen beiden Tauchgängen sahen wir mehrere schöne Kofferfische, Fledermausfische, große Nasendoktoren und Blaupunktrochen. Beim Nachttauchgang war neben der Großen Pleumobranche und einem kleinen Seestern eine schlafende Schildkröte der absolute Höhepunkt.

Nach dem Abendbrot saßen wir wieder gemütlich beisammen und später gesellte sich noch der Kapitän dazu, so dass es wieder später wurde als eigentlich gewollt. Denn es war klar, dass am nächsten Tag wieder der Wecker gegen 5:30 Uhr klingeln würde.

 

Samstag, den 21.4.12

Pünktlich mit dem Wecker fuhr das Schiff zum nächsten Tauchplatz, dem Shaab Sham. Hier fanden die nächsten beiden Tauchgänge statt. Schon bei der Ankunft begrüßten uns Delfine. Einige hatten das Glück, die Herde Delfine während des ersten Tauchgangs zu sehen und mit ihnen zu schwimmen. Ansonsten gab es am Riff ein Plateau, auf dem sich etliche Blaupunktrochen tummelten. Einige von ihnen lagen weniger als einen Meter auseinander. Außerdem gab es noch Pyjamaschnecken, Langnasen, Buckelbarsche und einen Plattwurm zu sehen. Haymo hat sogar noch eine Holkreuzgarnele gesehen.

Anschließend war Mittagessen und danach ging die Fahrt 3,5 Stunden zum Shaab Marsa Alam. Da zwar inzwischen die Sonne wieder rausgekommen war, die Wellen aber immer noch groß waren, war auch diese Fahrt eine Sturmfahrt bei Sonnenschein. Um sich die Zeit etwas zu vertreiben, spielten der Kapitän und Hans unterwegs auf dem Bug "Titanic". Bei den Wellen dauerte es natürlich nicht lange, bis die beiden sowie alle Zuschauer nass waren.

Den Shaab Marsa Alam kannten fast alle von den Check-Dives der vorhergehenden Safaris. Dort gab es neben dem Wrack, was leider immer mehr verfällt, als Höhepunkt einen großen, hässlichen Steinfisch und einen Krokodilsfisch zu sehen. Der in den Höhlen vermutete Baby-Weißspitzenhai war leider nicht zu Hause.

Danach ging es weitere zwei Stunden in Richtung Norden zum Shaab Abu Dabab III. Zur Abwechslung gab es auf der Fahrt eine Gruppe von ca. vier Schwertwalen statt der Delfine, die sonst immer zur Begrüßung kamen, ein sehr schöner Anblick. Schwertwale hatte ich vorher noch nie gesehen.

Nach Einbruch der Dunkelheit führten wir unseren Nachttauchgang durch. Shaab Abu Dabab III ist ein sehr schöner Tauchplatz hierfür. Ein sehr farbenfrohes Riff, mit vielen Korallen. Weiterhin gab es gefühlt 1 Millionen Nacktschnecken, vorwiegend Große Pleumoblanche, aber auch welche, die ich nicht kannte.

Im Anschluss an den Nachttauchgang fand das Schiffsbarbecue statt. Auf dem Oberdeck wurde Truthahn und Huhn gegrillt, es gab leckere Garnelen und unzählige Beilagen und Salate. Renate erzählte uns, dass sich der Kapitän und die Tauchguides darüber verständigt haben, mit uns als Überraschung an den Elphinstone zu fahren. Das fand natürlich regen Zuspruch und Applaus. So verbrachten wir also den Sonntag mit drei Tauchgängen am Elphinestone.

 

Sonntag, den 22.4.12

Der Elphinestone lag vom letzten Tauchplatz nur eine reichliche halbe Stunde entfernt, so dass das Schiff erst kurz vor dem Wecken um 5:30 Uhr ablegte und wir pünktlich zum Briefing um 6 Uhr am Elphinstone lagen.

Leider hatte sich das Wetter wieder nicht gebessert, so dass die großen Wellen und der starke Wind schon eine starke Strömung vermuten ließen. Beim ersten Tauchgang warf uns das Zodiak auf der Nord-Westseite des Nordplateaus ab, wir tauchten gegen die Strömung zur Nordspitze und ließen uns dann auf der Ostseite mit der Strömung zurück in Richtung Boot treiben. Beim zweiten Tauchgang starteten wir vom Schiff aus gegen die Strömung in Richtung Südplateau, danach eine Runde auf dem Plateau und dann zurück zum Boot, welches inzwischen jedoch wo anders festgemacht hatte. Beim dritten Tauchgang warf uns das Zodiak an der Nord-Westspitze des Riffs ab und wir tauchten auf der Westseite mit der starken Strömung zurück zum Schiff. Leider hatte das vor uns liegende Schiff in der Zwischenzeit seinen Liegeplatz verlassen, so dass Tümpeltaucher brav beim zweiten Boot in der Reihe rauskam. Er erkannte, dass es nicht das richtige Schiff war, vermutete aber, dass unseres noch dahinter liegen würde. Gut, dass er sich mit seiner Gruppe nach 2 Minuten Blauwasser paddeln zum Boje schießen entschloss, sonst wäre die Truppe vielleicht im Sudan rausgekommen. So waren sie zwar etwas weiter abgetrieben, aber das Zodiak hatte kein Problem, sie einzusammeln und zurück zum Schiff zu bringen.

Hinsichtlich dem, was es zu sehen gab, wurden wir leider nicht so verwöhnt, wie beim letzten Besuch, Großfische ließen sich leider nicht blicken, aber neben zwei großen und mehreren kleineren Tunfischen, Moränen, jagenden Makrelen und Barrakudas präsentierte sich der Elphinstone in seinen schönsten Farben und einem überwältigenden Fischreichtum.

Nach den drei Tauchgängen hieß es Leinen los und wir fuhren in Richtung Nachttauchplatz. Unterwegs wurden wir ein ganzes Stück von fliegenden Fischen begleitet, ein tolles Schauspiel.

 

Wir erfuhren, dass seit etwa 2 Monaten in Ägypten der Sprit rationiert wird. Ägypten fördert und raffiniert zwar Sprit selber, aber das verschwindet leider in dunklen Kanälen, scheinbar eine negative Begleiterscheinung der "friedlichen Revolution" bzw. immernoch vorhandene korrupte Clan-Strukturen, die diese künstliche Verknappung herbeiführen, um zu destabilisieren und den Leuten zu demonstrieren, wie gut doch die alte Zeit war. Und nach der Rationierung für die Autos hat diese nun auch die Safarischiffe erreicht. So fuhren wir in Richtung Port Galib, damit wir uns an der Warteschlange anstellen konnten. Der Kapitän sagte jedoch vorher, dass es nicht sicher ist, dass wir auch etwas bekommen. Und so kam es dann leider auch. Wir waren gerade am Riff, an dem der Nachttauchgang stattfinden sollte, angekommen und hatten dort festgemacht. Da erhielt der Kapitän die Nachricht, kein Diesel in Port Galib, er war entsprechend sauer. Aus diesem Grund fuhren wir doch noch ein Stück zu einem anderen Tauchplatz. Unterwegs schwammen wieder Delfine am Bug des Schiffes ein Stück mit. Wir legten am Marsa Shoona an. An diesem Tauchplatz verbrachten wir die letzten drei Tauchgänge. Den einen Nachttauchgang  und die beiden Tagestauchgänge am kommenden Tag. Das Riff hatte die Form einer Lagune und war wunderschön farbenprächtig in der Nacht. Wir sahen etliche Feuerfische, einen Einsiedlerkrebs, eine Moräne, einen Krokodilsfisch und mehrere Blaupunktrochen.

Im Anschluss an den Tauchgang gab es auf dem Schiff ein weiteres großes Barbecue. Dieses Mal lag ein Hammel auf dem Grill und es gab wieder reichlich Beilagen und Salate.

Danach ließen wir alle mehr als satt den Abend bei netten Gesprächen ausklingen.

 

Montag, den 23.4.12

Am letzten Tauchtag durften wir bis 6 Uhr schlafen. Um 6:30 Uhr war Briefing und es wurden die letzten beiden Tauchgänge durchgeführt: einer auf der Nord- und einer auf der Südseite der Lagune. Es war auch bei Tag ein herrlicher Tauchplatz. Wir sahen einen Krokodilsfisch, einen großen blauen Drückerfisch, einen großen und viele kleine Fledermausfische und etliche Feuerfische. Beim ersten Tauchgang hatten einige das Glück, eine riesige Schildkröte zu sehen. Sie lag erst wie tot da und erst als viele Taucher um sie herum schwammen, war es ihr zuviel und sie schwamm weg. Den absoluten Vogel schossen aber Bau-Jens und René auf dem allerletzten Tauchgang ab. Sie hatten das Glück, einen Dugong – eine Seekuh – zu sehen. Der Neid aller anderen war ihnen sicher.

Nach dem Mittag hieß es, in Port Galib gibt es Diesel. Daher fuhren wir dorthin. Für uns bedeutete es außerdem, dass wir es am nächsten Tag nicht so weit bis zum Flughafen haben werden. Der Hafen von Port Galib ist schon ziemlich weit ausgebaut. Allerdings waren nicht mal eine Handvoll Touristen unterwegs, um sich in den unzähligen Kaffees niederzulassen oder in den Geschäften Souvenirs zu kaufen. Ob sich das rechnet, kann ich mir nicht vorstellen.

Das Tanken dauerte rund eine Stunde, es dauert halt wirklich eine Weile, bis 10 Tonnen Diesel im Schiffsbauch verschwunden sind. Danach entschieden wir uns, uns auch ins "Getümmel" zu stürzen. Die Geschäfte in Port Galib waren, um es vorsichtig auszudrücken, ernüchternd. So kam aber auch keiner in die Verlegenheit, wirklich Geld auszugeben und so waren wir auch beizeiten wieder zurück am Schiff. Nach dem letzten Abendbrot auf dem Boot, setzten wir uns noch zu einer kleinen Abschiedsfete zusammen.

 

Dienstag, den 24.4.12, Abreisetag

Damit wir noch alle gemeinsam frühstücken konnten, war um 6:30 Uhr wecken, da die ersten eine Stunde später ihren Transfer nach Hurghada hatten.

So konnten wir noch in Ruhe frühstücken und uns von Renate und den Leuten, die nach Hurghada zum Flughafen fuhren verabschieden. Danach hatten wir noch reichlich Zeit unsere Sachen zu packen, denn unser Bus ging erst um 11:30 Uhr. Es war noch so viel Zeit,dass wir nochmal kurz im Hafen waren, um Zigaretten zu kaufen. Der Bustransfer von Port Galib bis zum Flughafen dauerte nur 10 Minuten. Unverständlich eigentlich, dass der Flughafen Marsa Alam und nicht Port Galib heißt, denn schließlich hat man vom Flughafen bis Marsa Alam rund eine Stunde Busfahrt.

Am Flughafen war erst einmal wieder typisches ägyptisches Durcheinander angesagt. Da wurden Schlangen durch Einweiser gebildet, um kurz darauf wieder aufgelöst und an einer völlig anderen Stelle neu formiert zuwerden. Logischerweise bleibt da eine 14-Mann-Truppe mit Tauchgepäck nicht beieinander, was spätestens beim Vorzeigen der Flugscheine lustig wird, da alle auf einem A4-Zettel stehen und dann die überall in der Schlange Verteilten mit allem Gepäck an der Schlange vorbei müssen, um als Nummer 3, 4 oder 14 entsprechend durch die erste Sicherheitskontrolle zu gehen. Wenigstens hatte diese Vorsortiererei den Vorteil, dass jetzt alle "Hanseln" in der richtigen Reihenfolge bei der Gepäckabgabe standen.

Bei der Gepäckabgabe dann der erste Schock, der Flieger war mit 2,5 Stunden Verspätung angeschrieben. Das zweite Problem folgte auch gleich, denn Werner war irgendwie nicht im System und ließ sich da auch nicht so ohne weiteres rein bringen. So dauerte es eine Weile, bis auch Werner mitfliegen durfte, aber wir hatten ja sowieso eine Menge Zeit bis zum Abflug.

Der Flughafen Marsa Alam hat sich im Abflugbereich gegenüber dem letzten Mal deutlich entwickelt – riesig ist aber anders.

Zumindest kam der Flieger wie angekündigt, so dass wir genau mit 2,5 Stunden Verspätung in Marsa Alam abflogen. Wie sich rausstellte, hatte das Flugzeug ein Problem mit einer Anzeige, was durch einen Techniker behoben werden musste und die Verspätung bedingte.

Die spannendste aller Fragen war natürlich zu diesem Zeitpunkt, wie es in Nürnberg weitergehen würde.

Etwa eine halbe Stunde vor der Landung kam dann die Info, dass die Maschine nach Dresden auf uns warten würde. Das erfreute uns natürlich alle. Wir waren unter denen, die großes Glück hatten. Es gab eine Menge Reisende mit anderen Zielen, die auf Ausweichflughäfen gebracht und von dort mit Bussen zum eigentlichen Zielflughafen gefahren wurden. So auch bei den Reisenden, die aus Leipzig kamen. Diese mussten mit nach Dresden und wurden von dort mit Bussen nach Leipzig gebracht. Zu dumm nur, das einige Dresdner mit dem Auto nach Leipzig gefahren waren und es dort in der Tiefgarage stehen gelassen hatten. Diese mussten mit dem Bus nach Leipzig, um dort ihr Auto zu holen, um anschließend wieder zurück nach Dresden zu kommen. Eine wirkliche Odyssee.

Nach erneuter Sicherungskontrolle in Nürnberg und etwas Gehetze erreichten wir den Flieger nach Dresden. Die Besatzung des Fliegers hatte offensichtlich eine Ahnung davon, wie es den meisten ihrer Passagiere ging, daher verbreiteten sie eine humorvolle Stimmung, die sehr gut ankam.

Nach der Landung in Dresden verlief alles reibungslos, so dass wir erschöpft, etwas müde, aber doch mit tollen Reiseerlebnissen im Gepäck nach der Ankunft zu Hause ins Bett sanken. Die Safari 2012 war Geschichte, ich für meinen Teil bin auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder dabei!!!

 

Wenn ich die Safari in wenigen Sätzen zusammenfassen müsste, würde ich Folgendes sagen. Wir hatten Rochen, Haie, Schildkröten, Schwertwale und wunderschöne Höhlenriffe. Tolle Guides und eine super Mannschaft auf dem Schiff. Das Wetter war gnädig und es war nicht zu heiß. Natürlich war das Essen toll! Wir werden sicher wiederkommen! Tümpeltaucher hat auch schon einen Termin gemacht.

 

Ganz zum Schluss noch zwei Beispiele für unterhaltsame „Verständigungsschwierigkeiten“ die zwischen Renate als Österreicherin und uns Deutschen auftraten. Es gab derer mehrere, so war eine aufgelockerte Atmosphäre während des Briefings garantiert.

Rundumazdum – rund herum

Treffen wir uns UM! ... (und eine gefühlte Minute später) … halber

 

Viele Grüße

Euer

Deko-Paul

 

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